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Die Geschichte der albanischen Sprache

Ob Albanisch sich aus der Stammessprache der in der Antike in der Region lebenden Illyrier entwickelt hat, ist unter Wissenschaftlern umstritten, weil keine schriftlichen Zeugnisse dieser Sprache existieren. Albaner als geschlossene Bevölkerungsgruppe und Träger einer eigenen Sprache sind erst aus dem elften Jahrhundert nach Christus bekannt. Sie lebten damals in den entlegenen Bergregionen im Norden des heutigen Albaniens und breiteten sich im Laufe der nächsten Jahrhunderte nach Süden und Osten und zur Adriaküste hin aus. Damals vermischte sich ihre Sprache auf ihren Wanderungen zum Teil mit dem Griechischen und dem Südslawischen. Erste schriftliche Zeugnisse der albanischen Sprache finden sich im 15. Jahrhundert und das älteste bekannte auf Albanisch gedruckte Buch, das Meshari (Messbuch) stammt von 1555. Damals wurde Albanisch in lateinischer, aber auch in griechischer Schrift geschrieben, vereinzelt sogar in arabischer Schrift. Das änderte sich erst im Jahr 1908. Damals beschloss ein Kongress albanischer Intellektueller, dass das schriftliche Albanisch künftig ausschließlich in lateinischen Buchstaben geschrieben werden sollte. Außerdem einigten sich die Beteiligten auf eine vollkommen phonetische Schreibweise. Alle Sprachlaute, die durch das lateinische Alphabet nicht darstellbar waren, wurden durch Buchstabenkombinationen ausgedrückt. Ausnahmen bildeten die Sonderzeichen Ç und Ë. Es gab aber immer noch zwei albanische Schriftsprachen auf der Grundlage der beiden Hauptdialekte und es dauerte noch bis zum Jahr 1978, bis aus beiden eine genormte, einheitliche Schriftsprache entstand.

Besonderheiten der albanischen Sprache

In Nordwest-Albanien und Mittel-Albanien, im Kosovo, in Montenegro und Serbien sprechen die Albaner den gegischen Dialekt. Im südlichen Albanien, der albanischen Adriaregion, in Mazedonien, Griechenland und der Türkei sowie Italien den toskischenDialekt. Die Dialekte unterscheiden sich relativ stark. Obwohl die meisten Albaner den jeweils anderen Dialekt gut verstehen, gibt es viele Unterschiede, und zwar phonetisch, morphologisch und lexikalisch. Die albanische Grammatik ähnelt in ihrer Struktur der griechischen und rumänischen Grammatik, es gibt aber auch Übereinstimmungen mit der Grammatik der südslawischen Sprachen. Substantive sind entweder maskulin oder feminin, ein Neutrum existiert praktisch nicht. Außerdem gibt es bei Substantiven zwei Grundformen, die bestimmte und unbestimmte Form. Für Nicht-Muttersprachler sehr schwierig zu verstehen ist die Pluralbildung albanischer Substantive. Anders als im Deutschen stehen Adjektive in der Regel hinter dem zu beschreibenden Substantiv. Beim Übersetzen muss dies immer beachtet werden.

Die (alt-)albanische Sprache – tote Sprache oder lebendiger Einfluss?

Altalbanisch übte einen ungemeinen Einfluss auf die gesamte Entwicklung der Balkansprachen aus. Die Ähnlichkeiten der verschiedenen Balkansprachen sind verblüffend, was außergewöhnlich erscheinen mag, wenn man bedenkt, dass keinerlei gemeinsamer Ursprung erkennbar ist. Dennoch wird dieses als „Sprachbund“ bezeichnete „Phänomen“ überall im gesamten Balkangebiet auf gemeinsame Parallelen stoßen. Egal ob Mazedonisch, Albanisch oder Bulgarisch, gemeinsame Vokabeln sowie Strukturen im Sprachgebrauch verdeutlichen auf beeindruckende Weise den enormen Einfluss der altalbanischen Sprache auf den Balkan. Mit der Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft sind Wirtschaftsabkommen zwischen Deutschland und den Balkanstaaten immer mehr in den Vordergrund gerückt. Übersetzungen werden entsprechend immer wichtiger.

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Zwar liegt Albanien geografisch nicht weit entfernt von Deutschland, allerdings muss man doch feststellen, dass die Bedingungen in vielerlei Hinsicht dort gänzlich andere sind. Dies betrifft nicht nur kulturelle Gegebenheiten, sondern auch geschäftliche Voraussetzungen. Planen Sie, Ihr Geschäft in Albanien aufzubauen oder möchten Sie in ein albanisches Unternehmen investieren? Wir helfen Ihnen gerne bei der Planung und Durchführung Ihrer Übersetzungsprojekte.

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