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Vietnamesisch zählt zur austroasiatischen Sprachfamilie. In Vietnam ist Vietnamesisch Amtssprache und wird vom überwiegenden Teil der dort lebenden Bevölkerung gesprochen. Außerhalb Vietnams geht man Schätzungen zufolge von gut vier bis fünf Millionen Sprechern aus, die vorwiegend in den Nachbarländern, allerdings auch in Europa und den USA leben. Die vietnamesische Sprache ist eine tonale Sprache. Ein sehr hoher Anteil des Vokabulars ist unmittelbar chinesischen Ursprungs.

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Vietnamesisch – Geschichte

Die Geschichte der vietnamesischen Sprache ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Höchstwahrscheinlich entwickelte sie sich auf der Basis eines Dialektes, der am Roten Fluss gesprochen wurde. Jahrhundertelang wurde Vietnam von den Chinesen beherrscht, die das Chinesische zur vorherrschenden Amts- und Hochsprache in Vietnam machten. Erst nach dem Ende der chinesischen Herrschaft in Vietnam begann die vietnamesische Sprache aufzublühen, schrieben auch Schriftsteller fortan in Vietnamesisch.

Vietnamesisch – Dialekte und Varianten

Beeinflusst wurde das Vietnamesische durch die Muttersprache der französischen Kolonisten. Französisch war in Vietnam zweite Amtssprache, was dazu führte, dass zahlreiche Lehnwörter aus dem Französischen übernommen wurden. Auch führte die französische Kolonialverwaltung die lateinische Schrift offiziell in Vietnam ein. Vietnamesisch wird heute nahezu von der gesamten Bevölkerung im Inland gesprochen. Nur einige nationale Minderheiten sprechen eigenständige Dialekte. Im Ausland existieren Gruppen von Sprecherinnen und Sprechern in den Vereinigten Staaten, in Kanada und Australien, in Frankreich, in Deutschland sowie in Polen. Das Vietnamesische kennt drei verbreitete Hauptdialekte. Den nordvietnamesischen Dialekt, das sogenannte Tonkinesisch. Den zentralvietnamesischen Dialekt, das Hoch-Annamesisch und den Südvietnamesischen- oder Saigon-Dialekt. Die Rechtschreibung der vietnamesischen Sprache ist größtenteils an den im Norden des Landes gebräuchlichen Hanoi-Dialekt angelehnt. Auch die meisten Lieder werden im nordvietnamesischen Dialekt gesungen.
Natürlich erhalten Sie bei uns nicht nur Übersetzungen dieser Textsorten. Auch Texte aus speziellen Fachbereiche übersetzen unsere muttersprachlichen Übersetzerinnen und Übersetzer jederzeit gerne für Sie.

Vietnamesisch – eine tonale Sprache

Da Vietnamesisch zu den tonalen Sprachen gehört, sind Höhe und Verlauf des Tones einer Silbe bedeutungsunterscheidend. In der Schriftsprache des Vietnamesischen muss dies durch sogenannte diakritische Zeichen zum Ausdruck gebracht werden. Da das Vietnamesische eine isolierende Sprache ist, werden seine Wörter nicht flektiert, sondern die Wortbedeutung wird durch seine Beziehung zu den anderen Satzbestandteilen und durch seine Stellung im Satzverband deutlich gemacht. Die Satzstruktur des Vietnamesischen hält die Abfolge Subjekt, Prädikat, Objekt ein. Die vietnamesische Schrift wurde traditionell in drei Schriftsystemen aufgezeichnet. Zunächst in chinesischen Schriftzeichen, später wurden diese modifiziert und den Eigenarten des gesprochenen Vietnamesischen angepasst. Schließlich kam die lateinische Schrift mit den diakritischen Zeichen in Gebrauch. Heute ist die vietnamesische Schrift in Vereinheitlichung in lateinischen Buchstaben und diversen diakritischen Zeichen allgemein im Lande üblich. Einen erheblichen Anteil an der Entwicklung und Übernahme dieser lateinischen Schrift hatten insbesondere zahlreiche Missionare aus Europa.

Ihre Geschäftstätigkeit in Vietnam

Die Sozialistische Republik Vietnam liegt in Südostasien an der Grenze zu China und wird aktuell von etwa 91 Millionen Menschen bewohnt. Der Küstenstaat am südchinesischen Meer gilt als Schwellenland, das in seinen Bemühungen um internationale, wirtschaftliche Integration, große Fortschritte macht. Vor allem seit der Unterzeichnung von Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten und Europa, verzeichnet Vietnam dank der beschlossenen Wirtschaftserneuerung „Doi noi“ ein kontinuierlich steigendes Wirtschaftswachstum.

Der erfolgreiche Welthandel brachte Vietnam einen jährlichen Anstieg des Export- und Importvolumens von durchschnittlich 19 Prozent. Die Weltbank bescheinigte dem Land eine gravierende Verbesserung der wirtschaftlichen Freiheiten und stellt Vietnam in diesem Bereich noch vor China, Indien und Indonesien.
Möchten auch Sie in Vietnam erfolgreich werden, unterstützen wir Sie gerne mit punktgenauer Kommunikation. Mit unseren Vietnamesisch-Übersetzungen gehen Sie nicht nur bei Partnern und Kunden auf Nummer sicher, sondern auch bei Behörden.

Geschäftstätigkeiten

Auch westliche Unternehmer sehen in Handelsbeziehungen zu Vietnam ein attraktives Handelsgebiet für Geschäftstätigkeiten und Investitionen. Idealerweise werden die dafür erforderlichen Kontakte bei Besuchen innerhalb einer geschäftlichen Delegation oder durch Teilnahme auf Industriemessen geknüpft. Zunächst muss jedoch ein, für westliche Verhältnisse immens hoher bürokratischer Aufwand, erfolgreich durchlaufen werden. Je nach Einordnung des potentiellen Geschäftes, kann der Verwaltungsvorstand der einzelnen Zonen, das Ministerium für Planung und Investition, ein Fachministerium oder das Volkskomitee der jeweiligen Republik, als Ansprechpartner zuständig sein. Die Regierung Vietnams unterstützt wirtschaftliche Investitionen vor Ort und bietet zahlreiche Anreize in Form von Steuerermäßigungen und Steuerbefreiungen. Das Handelsgesetz Vietnams deckt die fundamentalen Handelsgrundsätze aller im Lande tätigen, ausländischen Unternehmen. Ebenso wichtig, auch für ausländische Firmen, ist die Einhaltung des vietnamesischen Wettbewerbsgesetzes.

Das richtige Verhalten

Selbstverständlich wird bei offiziellen und geschäftlichen Terminen eine formelle, sehr gepflegte Kleidung und die Einhaltung von Terminen erwartet. Anders als in einigen anderen asiatischen Ländern wird Pünktlichkeit hoch bewertet und ist von beiden Seiten unbedingt einzuhalten. Als Farbe der Kleidung ist weder schwarz noch weiß zu empfehlen, da schwarz für Trauer und Unglück steht und weiß für den Tod. Händeschütteln zur Begrüßung oder Verabschiedung ist unüblich – ein angedeutetes Beugen des Kopfes genügt.

Firmenbroschüren und besonders Visitenkarten sollten vor Ort immer ausreichend vorhanden sein. Die eigene Visitenkarte sollte, sofern der Empfänger älter oder ranghöher ist, symbolträchtig mit beiden Händen übergeben werden. Die im Gegenzug erhaltene Visitenkarte des Gegenübers ist zunächst kurz anzuschauen oder auf dem Tisch abzulegen und darf nicht sofort in die Tasche gesteckt oder gar nach dem Termin vergessen werden. In der Regel geht einem geschäftlichen Gespräch ein ungezwungener, privater Smalltalk voraus. Politische Themen, oder die Armut im Land sind dazu ebenso ungeeignet wie generell Kritik an Service, Wetter oder Infrastruktur.